Ein Haus, das 30 Jahre oder älter ist, birgt oft mehr Probleme, als man auf den ersten Blick sieht. Viele Besitzer denken: „Es sieht doch gut aus.“ Doch hinter der Fassade, unter dem Dach oder in den Wänden können sich Schäden verstecken, die langfristig teuer werden. Die beste Methode, um das wirklich zu wissen, ist eine strukturierte Hauszustands-Checkliste. Sie hilft Ihnen, Sanierungsbedarf an Dach, Fassade und Technik systematisch zu erkennen - bevor es zu teuer wird.
Dach: Der erste Ort, wo Schäden teuer werden
Das Dach ist die erste Verteidigungslinie Ihres Hauses. Ein undichtes Dach führt nicht nur zu Feuchtigkeit im Dachgeschoss - es zerstört auch die Dämmung, macht Holzbalken faul und kann sogar die Statik gefährden. Bei Häusern ab Baujahr 1950 sollten Sie besonders auf brüchige Ziegel oder Schieferplatten achten. Ein einzelner gebrochener Ziegel mag harmlos wirken, aber bei Regen dringt Wasser in die Sparren ein. Laut ift Rosenheim 2023 zeigen Holzbalken bei einer Feuchtigkeit von über 20 % erste Schimmelansätze - oft unsichtbar, bis es zu spät ist. Prüfen Sie die Dachhaut von außen: Sind Ziegel oder Platten lose? Gibt es dunkle Stellen, wo Moos oder Algen wachsen? Das ist ein Zeichen für dauerhafte Feuchtigkeit. Auch die Dachrinne muss sauber sein. Verstopfte Rinnen sammeln Wasser und lassen es über die Traufe ins Mauerwerk laufen. Die Dämmung unter dem Dach ist oft der größte Kostentreiber. Wenn Sie das Dachgeschoss ausbauen wollen oder einfach mehr Heizkosten sparen, brauchen Sie mindestens 16-20 cm Dämmung. Alte Dämmung aus Mineralwolle aus den 80er Jahren ist oft zusammengesackt. Ein einfacher Test: Greifen Sie mit der Hand in die Dämmung zwischen den Sparren - wenn Sie die Holzbalken fühlen, ist die Dämmung zu dünn. Laut BMWK 2023 reicht das nicht mehr für die aktuellen Energievorgaben.Fassade: Was Sie von außen sehen, ist nur die Spitze des Eisbergs
Eine schöne Fassade kann täuschen. Hinter Putz oder Fugen kann sich Feuchtigkeit sammeln - und das ohne sichtbare Spuren. Besonders kritisch sind Fugen um Fenster und Türen. Bei Häusern ab 1970 sind oft nur einfache Silikonfugen verwendet worden, die nach 10-15 Jahren porös werden. Fraunhofer IBP hat gemessen: Undichte Fugen verursachen bis zu 30 % des Wärmeverlusts eines Hauses. Schauen Sie sich die Fassade von unten an. Gibt es Risse, die sich über mehrere Stockwerke ziehen? Sind Putzflächen abgeplatzt? Das ist kein kosmetisches Problem - das ist ein Zeichen dafür, dass Feuchtigkeit von innen kommt, oft von feuchten Balkonen oder undichten Anschlüssen. Balkone vor 1990 haben in 65 % der Fälle versteckte Schäden, weil die Abdichtung unter dem Bodenbelag versagt hat. Fachwerkhäuser aus der Zeit vor 1918 brauchen eine andere Betrachtung. Ihre Wände atmen - sie sind nicht dicht abgedichtet wie moderne Häuser. Wenn Sie hier moderne Dämmplatten anbringen, ohne die Bauphysik zu verstehen, wird die Feuchtigkeit nicht mehr entweichen können. Das führt zu Schimmel und Holzschäden. Architektin Julia Weber vom BDA betont: „Fachwerkhäuser brauchen andere Prüfkriterien als Nachkriegsmodernisierungen.“ Auch die Außenanstriche zählen. Alte Farben aus den 60er und 70er Jahren enthalten oft Schadstoffe wie Blei oder PCB. Beim Abschleifen oder Abkratzen entstehen gefährliche Stäube. Wenn Sie eine Fassade sanieren wollen, lassen Sie diese vorher prüfen - es gibt spezielle Laboranalysen, die unter 100 € kosten.Technik: Die unsichtbaren Zeitbomben im Haus
Was im Keller oder in der Hauszentrale passiert, wird oft ignoriert - bis die Heizung ausfällt oder die Steckdosen funken. Die technische Anlage ist der größte Kostentreiber, wenn sie veraltet ist. Heizungsanlagen älter als 25 Jahre verbrauchen laut BDEW 2023 durchschnittlich 40 % mehr Energie als moderne Brennwertkessel. Wenn Ihr Kessel aus den 90er Jahren stammt, ist er nicht nur ineffizient - er ist auch nicht mehr reparierbar. Ersatzteile gibt es kaum noch. Und: Neue Kessel müssen seit 2024 den GEG-Vorgaben entsprechen. Ein alter Öl- oder Gasheizkessel kann nicht mehr in bestehende Systeme eingebaut werden, wenn er nicht mehr den Mindestwirkungsgrad erfüllt. Die Elektroinstallation ist ein weiterer Risikofaktor. Häuser vor 1975 haben oft Aluminiumleitungen. Die VDE 0100-520:2012 stuft diese als sicherheitsrelevant ein. Aluminium oxidiert mit der Zeit, wird brüchig und kann Überhitzung verursachen - ein Brandrisiko. Wenn Sie in einem Haus mit Aluminiumleitungen leben, lassen Sie eine Elektro-Inspektion machen. Der Preis liegt bei 150-300 €, aber er verhindert eine teure Renovierung nach einem Schaden. Sanitärrohre aus Stahl, die vor 1980 verbaut wurden, rosten von innen. Laut DVGW-Arbeitsblatt W 400-2:2021 müssen diese ersetzt werden, wenn sie nachweislich undicht sind. Aber oft sind sie es schon, ohne dass man es merkt. Ein Tropfen im Keller, ein seltsamer Geruch - das kann das erste Zeichen sein. Prüfen Sie die Wasserdruckanlage: Wenn der Druck schwankt oder das Wasser rötlich ist, ist das ein klares Signal.
Die Checkliste in der Praxis: So gehen Sie vor
Eine Checkliste ist nur so gut wie ihre Anwendung. Hier ist der richtige Ablauf:- Inventur machen: Gehen Sie Haus von außen nach innen ab. Notieren Sie sich alle auffälligen Stellen - mit Fotos. Nutzen Sie die kostenlose Checkliste von effizienzhaus-online.de, die von der Stiftung Warentest mit 1,8 (gut) bewertet wurde.
- Priorisieren: Nicht alles muss sofort gemacht werden. Sicherheit geht vor: Elektroinstallation und Tragwerkschäden sind Top-Prio. Dann Energieeffizienz: Dachdämmung, Fenster, Heizung. Danach kommen kosmetische Mängel wie Farbe oder Bodenbeläge.
- Angebote einholen: Holen Sie sich mindestens drei Angebote pro Gewerk. Achten Sie darauf, dass der Handwerker die Checkliste kennt und mit den Förderprogrammen vertraut ist.
Was kostet eine professionelle Prüfung?
Sie können die Checkliste selbst ausfüllen - aber für eine fundierte Bewertung lohnt sich ein Gebäudeenergieberater. Die Kosten liegen bei 0,50 bis 1,20 € pro Quadratmeter Wohnfläche. Für ein 120 m² Haus also zwischen 60 und 140 €. Das ist ein kleiner Preis, wenn Sie damit vermeiden, 30.000 € für unerwartete Schäden auszugeben - wie es viele Nutzer auf Immobilienportalen berichten. Die BAFA und die KfW fördern diese Beratung mit bis zu 80 % der Kosten. Das bedeutet: Sie zahlen oft nur 20-40 €, wenn Sie die Checkliste richtig nutzen. Und: Wer eine professionelle Prüfung vorlegt, bekommt bei Sanierungsmaßnahmen bis zu 25 % mehr Zuschuss - laut BAFA-Leitfaden 2024.
Wann lohnt sich die Checkliste nicht?
Die Checkliste ist kein Allheilmittel. Bei denkmalgeschützten Gebäuden sind 78 % der Standardpunkte nicht anwendbar, weil die Denkmalpflege strenge Vorgaben hat. Hier brauchen Sie einen spezialisierten Denkmalberater - keine Standardcheckliste. Auch bei Neubauten oder Häusern unter 15 Jahren ist sie überflüssig. Die meisten Probleme entstehen erst nach 25-30 Jahren. Laut BMWK-Energiebilanz 2023 benötigen 92 % der Häuser über 30 Jahre mindestens drei Sanierungsbereiche.Was kommt als Nächstes?
Die Zukunft der Checklisten ist digital. BAFA hat im Januar 2024 eine App mit Augmented Reality gestartet: Sie scannen mit dem Smartphone eine Wand - die App zeigt an, wo Feuchtigkeit ist. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) testet eine KI, die aus Fotos automatisch Schäden erkennt. Bis 2025 sollen Checklisten regionale Klimadaten berücksichtigen - zum Beispiel, wie viel Regen in Ihrer Straße fällt oder wie stark die Sonne auf die Fassade scheint. Aber: Digitale Tools ersetzen nicht das Verständnis. Die besten Sanierungen entstehen, wenn jemand die Prüfung versteht - nicht nur die App bedient. Die Checkliste ist kein Formular, das man abhakt. Sie ist ein Gespräch mit Ihrem Haus. Und wer dieses Gespräch führt, spart Geld, Zeit und Nerven.Was kostet eine professionelle Hauszustandsprüfung?
Eine professionelle Prüfung durch einen zertifizierten Gebäudeenergieberater kostet zwischen 0,50 und 1,20 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Für ein 120 m² Haus also 60 bis 140 Euro. Die BAFA fördert bis zu 80 % dieser Kosten - oft zahlen Sie nur 20 bis 40 Euro selbst.
Welche Schäden sind am dringendsten?
Sicherheit geht vor: Elektroinstallation mit Aluminiumleitungen, undichte Dachkonstruktionen, verrostete Sanitärrohre und feuchte Kellerwände. Danach kommen energetische Mängel wie schlechte Dämmung oder alte Heizungen. Kosmetische Schäden wie abblätternder Putz oder alte Farbe kommen zuletzt.
Kann ich die Checkliste selbst ausfüllen?
Ja, aber nur mit Vorsicht. Kostenlose Checklisten von effizienzhaus-online.de oder der dena helfen, erste Anzeichen zu erkennen. Aber versteckte Schäden wie Feuchtigkeit hinter Putz oder defekte Dachsparren sehen Sie nur mit Erfahrung oder mit Messgeräten. Ein Profi findet durchschnittlich 7-12 versteckte Schäden mehr als ein Laie.
Welche Fördermittel gibt es für Sanierungen?
Die KfW und BAFA fördern energetische Sanierungen mit Zuschüssen von bis zu 25 % und zinsgünstigen Krediten. Für Heizungsaustausch gibt es bis zu 30 % Zuschuss, für Dämmung bis zu 20 %. Wichtig: Sie brauchen eine professionelle Prüfung vorher - sonst erhalten Sie keinen Zuschuss.
Wie oft sollte ich die Checkliste durchführen?
Alle 5-7 Jahre, besonders wenn Ihr Haus älter als 30 Jahre ist. Nach großen Wetterereignissen (Sturm, Starkregen) oder wenn Sie neue Heizkostenrechnungen bekommen, sollten Sie noch einmal prüfen. Eine Checkliste ist kein Einmal-Tool - sie ist ein langfristiger Begleiter.
Kommentare
David Kavanagh
Dezember 10, 2025Ich hab vor zwei Jahren mein Haus aus 1972 komplett durchgecheckt - die Checkliste hat sich mehr als bezahlt gemacht. Vor allem die Elektro-Inspektion: Wir hatten Aluminiumleitungen, die kaum noch durchgehend waren. Hatte Angst, dass irgendwann ein Kabel heiß wird. Jetzt alles auf Kupfer umgerüstet, und die Heizkosten sind um 35 % runter. Wer sein Haus nicht prüft, zahlt später doppelt.
Empfehle jedem, der über 30 Jahre alt ist, die kostenlose Checkliste von effizienzhaus-online.de runterzuladen. Einfach ausdrucken, mit Taschenlampe und Handy losziehen. Fotos machen, nicht nur denken.
Karoline nuñez
Dezember 12, 2025ACH DU SCHIESE! WUSSTET IHR, DASS DAS GELD FÜR DIE PRÜFUNG VON DER REGIERUNG KOMMT?!?!? DIE WOLLEN EUCH NUR AUSDEM SACK HOLEN!!
Die BAFA? Die KfW? Die sind alle Teil eines globalen Energie-Kartells! Die wollen, dass du deine alte Heizung wegwirfst, damit sie neue Kessel verkaufen können! Und dann kommt die App mit AR, die dir sagt, wo der Schimmel ist - ABER DAS IST EIN TRICK! Die scannen deine Wand und speichern deine Daten für die neue digitale Steuer!
Ich hab meine Fassade mit Holzpellets verkleidet - kein Schimmel, keine Steuern, keine Apps. Einfach Natur. Alles andere ist Lüge.
Christian Mosso
Dezember 13, 2025Die Checkliste ist überflüssig. Wer sein Haus nicht kennt, sollte es nicht besitzen. Alles, was hier steht, ist Standardwissen aus dem Handwerkerhandbuch von 1995. Die meisten Schäden erkennt man mit zwei Augen und einem Gefühl für Bauweise. Die ganzen Zahlen von Fraunhofer und BMWK sind nur Marketing. Die brauchen Geld für ihre Forschung, also erfinden sie Probleme.
Christian Kliebe
Dezember 14, 2025Ich liebe diese Art von Checklisten! Sie sind wie ein persönliches Gespräch mit deinem Haus – wie ein Therapie-Termin, aber ohne Couch und mit mehr Dachziegeln. 😊
Als ich vor drei Jahren das Dach meines 1968er Hauses gecheckt habe, dachte ich: „Na, das ist doch nur ein bisschen Moos.“ Bis ich mit der Kamera hochgezoomt hab – und da war ein Ziegel, der nur noch aus Staub und Traurigkeit bestand.
Jetzt hab ich eine Dämmung von 22 cm, neue Fenster, und meine Heizkosten sind so niedrig, dass ich fast weine. Und nein, ich hab nicht den ganzen Winter im T-Shirt rumgelaufen – aber fast. 💪❄️
Jan Philip Bernius
Dezember 15, 2025Alles Quatsch die Leute kaufen nur weil die Behörden es sagen. Dach ist okay wenn es nicht tropft. Heizung läuft noch. Warum alles austauschen. Geld weg. Kein Sinn.
Maggie Knowles
Dezember 16, 2025ich hab meine fassade 2019 neu gestrichen und jetzt 2024 ist sie wieder abgeblättert… wtf. ich glaub die farbe war von aldi. oder vielleicht ist das haus einfach nur traurig. 🤷♀️
aber echt: die app mit ar? die scannt deine wand und sagt „hier ist feuchtigkeit“… und dann? was machst du? gehst du raus und schaust ob es regnet? 😂
ich hab eine checkliste ausgedruckt, die hängt jetzt im bad. als reminder, dass ich nie was mache. aber wenigstens hab ich ein gutes lachen.
Filip Jungmann
Dezember 17, 2025Dach? Fassade? Technik? Alles irrelevant. Die echte Gefahr? Die Nachbarn. Die reden immer über Sanierung. Machen dich fertig. Bis du glaubst, dein Haus ist ein Ruin. Ich hab 20 Jahre nichts gemacht. Meine Heizkosten? 300 Euro im Jahr. Weil ich die Heizung abgestellt hab. Und die Fenster offen gelassen hab. Kalt? Ja. Aber frei.
Kristine Haynes
Dezember 18, 2025Ich habe eine Checkliste für mein 1950er Haus erstellt – ohne Apps, ohne Zahlen, nur mit Notizen und Fotos. Es hat mich drei Wochen gekostet, aber ich kenne jetzt jeden Nagel, jede Dachsparre, jeden Riss. Das ist kein Projekt, das ist eine Beziehung. Und Beziehungen brauchen Zeit. Nicht Geld. Nicht Fördermittel. Nur Aufmerksamkeit.
Tímea Szalkai
Dezember 19, 2025Deutschland ist ein Land der Verlierer. Jeder will gefördert werden, jeder will die Regierung bezahlen lassen. In Österreich haben wir keine solchen Checklisten. Wir schauen, ob das Dach undicht ist, und dann machen wir es einfach. Kein Papierkram. Keine App. Keine Angst. Wir bauen, nicht diskutieren.
Jürgen Figgel
Dezember 20, 2025Sehr guter Beitrag! Ich hab die Checkliste vor einem Jahr genutzt und bin echt überrascht, wie viele versteckte Probleme ich übersehen hatte. Besonders die Fugen um die Fenster – da hab ich tatsächlich 25 % Wärmeverlust gemessen. Hab dann mit einem Handwerker die Silikonfugen erneuert, und seitdem ist es im Wohnzimmer merklich wärmer. Kein Wunder, dass die Heizkosten runtergegangen sind.
Die Förderung ist wirklich ein Schnäppchen – hab nur 30 € gezahlt, statt 120 €. Und der Berater war super freundlich. Kein Druck, nur Infos. Genau so sollte es sein.
Mattis Manzel
Dezember 20, 2025Ich hab meine Checkliste mit meinem Sohn gemacht – er ist 14 und hat die Fotos gemacht. Jetzt hängt die Liste im Keller als „Haus-Abenteuer-Plan“. 😄
Er hat sich für die Dachsparren interessiert, weil er denkt, sie sehen aus wie Drachenknochen. Ich hab ihm erklärt, warum sie nicht brechen dürfen. Jetzt will er Bauingenieur werden. Vielleicht ist das die beste Sanierung: ein Kind, das versteht, wie ein Haus funktioniert.
Julius Presto
Dezember 21, 2025Ich hab die Checkliste vor 3 Monaten gemacht und dann direkt einen Berater gerufen. Der hat mir gesagt: „Dein Dach ist okay, aber deine Kellerdecke ist nass.“ Ich hab gedacht, das ist nur ein Tropfen. Aber nein – es war ein 10 cm breiter Feuchtigkeitsstreifen, der sich seit 2008 langsam durch die Decke frisst. Jetzt wird die Decke rausgenommen, Dämmung erneuert, und ich hab einen neuen Trockner. Kein Schimmel. Kein Stress.
Und wisst ihr was? Ich hab mich nicht nur besser gefühlt – ich hab endlich wieder gut geschlafen. Das Haus atmet wieder. Und ich auch.
Yorben Meert
Dezember 21, 2025Ich bin Belgier, aber ich hab ein Haus in Sachsen – und diese Checkliste ist der Grund, warum ich nicht in den Ruin gefahren bin. Ich hab vorher gedacht, alles ist okay, weil es nicht regnet. Aber dann hab ich die Dachrinne geprüft – und da war ein Baumwurzel, der sich durch die Rinne gefressen hatte. Die hat das Wasser in die Wand geleitet. Ich hab das nie gesehen. Der Handwerker hat es mit einer Kamera entdeckt. Ich hab gedacht, das ist ein Film. Aber es war echt.
Und dann hab ich die Fassade mit der Kamera von unten gesehen – und da war ein Riss, der von oben bis unten ging. Nicht sichtbar vom Boden. Aber mit dem Smartphone, von unten, war es wie ein Blitz. Ich hab geweint. Nicht weil es teuer war, sondern weil ich es nicht gesehen hatte. Das Haus hat mich gewarnt. Und ich hab nicht zugehört.
Jetzt hab ich eine neue Dämmung, neue Fenster, und ich hab mich entschieden, die alte Heizung nicht zu ersetzen – sondern zu reparieren. Weil sie noch funktioniert. Und weil ich sie mag. Sie macht Geräusche wie ein altes Schiff. Ich hab sie in den Keller gestellt und sie als „Geschenk aus der Vergangenheit“ bezeichnet.
Die Checkliste ist kein Formular. Sie ist ein Spiegel. Und manchmal ist der Spiegel grausam. Aber er rettet dich.
Joshua Halloran
Dezember 23, 2025Die vorgeschlagenen Prüfmethoden sind methodisch fundiert und entsprechen den aktuellen Normen der Gebäudeenergieberatung. Die Nutzung von Messgeräten zur Feuchtigkeitsbestimmung sowie die Dokumentation mittels fotografischer Aufnahmen ist empfehlenswert. Die Förderstruktur der BAFA ist transparent und entspricht den Vorgaben des Energieeinsparungsgesetzes. Es ist jedoch anzumerken, dass die Kosten pro Quadratmeter je nach Region und Gutachter variieren können – eine Standardisierung wäre wünschenswert.
Lucas Schmidt
Dezember 23, 2025Interessant, wie man hier ein einfaches Haus mit einem komplexen Marketing-System überschüttet. Die Stiftung Warentest mit 1,8? Wer hat das bewertet? Ein Mitarbeiter der KfW? Die App mit AR? Eine digitale Illusion für Leute, die nicht mehr wissen, wie man mit den Augen schaut.
Mein Haus ist aus 1947. Ich hab nie eine Checkliste genutzt. Ich hab nur gesehen, wann es regnet. Und wenn es tropft, hab ich einen Eimer hingestellt. Bis heute hat es funktioniert. Die Welt braucht keine Apps. Sie braucht Leute, die still sind und schauen.
Alexander Lex
Dezember 23, 2025Ich hab vor zwei Jahren eine professionelle Prüfung gemacht – und dann hab ich die Checkliste als PDF auf meinen Kühlschrank geklebt. Jeden Morgen schau ich drauf. Nicht, weil ich was mache. Sondern weil ich mich daran erinnere: Mein Haus ist nicht nur ein Ort. Es ist ein Lebewesen. Es atmet. Es hat seine Geschichte. Und es vertraut mir.
Ich hab die Elektro-Inspektion nicht gleich gemacht. Ich hab gewartet. Und dann kam ein Gewitter. Und die Sicherung ist rausgeflogen. Ich hab den Handwerker gerufen. Er hat gesagt: „Wenn Sie das nicht gemacht hätten, wäre das Haus heute brennend.“
Ich hab nicht viel Geld ausgegeben. Aber ich hab viel gelernt. Und das ist der wahre Wert.
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