Erbschaftsteuer: Was Sie über Steuern auf Nachlass wissen müssen

Wenn jemand stirbt, geht sein Erbschaftsteuer, eine Steuer, die auf den Wert des vererbten Vermögens erhoben wird, wenn es an Erben übergeht. Auch bekannt als Nachlasssteuer, ist sie kein fernes Gesetz, sondern eine reale Belastung, die viele Familien überrascht. In Deutschland gilt sie nicht für alle – nur für Vermögen über bestimmte Freibeträge, und die Höhe hängt davon ab, wer erbt und wie viel da ist.

Die Steuerfreiheit, der Betrag, den Erben steuerfrei erhalten dürfen, ohne dass Erbschaftsteuer fällig wird ist kein festes Kontingent. Für Ehepartner liegt sie bei 500.000 Euro, für Kinder bei 400.000 Euro – und für Enkel nur noch 200.000 Euro. Wer ein Haus erbt, das er selbst bewohnt, kann unter bestimmten Bedingungen sogar bis zu 200.000 Euro zusätzlich steuerfrei behalten. Das ist kein Luxus, sondern eine klare Regel, die viele nicht kennen. Und wer glaubt, dass nur große Vermögen betroffen sind, irrt: In München oder Wien reicht schon ein Haus mit 500.000 Euro Wert, um die Freibeträge zu übersteigen – besonders wenn mehrere Erben beteiligt sind.

Erben, die das Vermögen eines Verstorbenen antreten, müssen oft nicht nur trauern, sondern auch Steuererklärungen ausfüllen, Gutachten beauftragen und Fristen einhalten. Die Steuerberater, Profis, die bei der Berechnung und Anmeldung der Erbschaftsteuer helfen und oft jahrelange Planung ermöglichen sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Viele Familien verlieren Tausende Euro, weil sie die Frist von sechs Monaten verpassen oder falsche Bewertungen akzeptieren. Ein Haus, das als Wohnimmobilie bewertet wird, zahlt oft weniger als ein leerstehendes Anlageobjekt – und das ist kein Zufall, sondern eine gesetzliche Regelung.

Was viele nicht wissen: Die Erbschaftsteuer wird nicht vom Staat, sondern von den Bundesländern festgelegt. In Bayern ist sie anders als in Berlin, in Sachsen anders als in Nordrhein-Westfalen. Und wer eine Immobilie erbt, die später verkauft wird, muss mit der Spekulationssteuer rechnen – das ist eine andere Steuer, aber eng verwandt. Auch wenn Sie nicht selbst erben, sondern Ihren Kindern etwas hinterlassen wollen: Frühe Planung mit Testamenten, Schenkungen oder Lebensversicherungen kann Tausende Euro sparen. Es geht nicht um Steuerhinterziehung, sondern um klare, rechtliche Gestaltung.

Die Beiträge auf dieser Seite zeigen, wie Erbschaftsteuer mit Immobilien, Sanierungen und rechtlichen Details zusammenhängt. Sie finden Tipps zu Mängelprotokollen bei Übergaben, die bei Erbengemeinschaften oft zum Streit führen, oder zu Fassadendämmungen, die den Wert einer vererbten Immobilie erhöhen – und damit die Steuerlast beeinflussen. Sie sehen, wie barrierefreie Türen oder Brandschutzanforderungen bei der Renovierung eines geerbten Hauses wichtig werden – und warum ein falsch dokumentierter Zustand später teuer werden kann. Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um konkrete Entscheidungen, die Sie jetzt treffen können, um später nicht zu verlieren.

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