Barrierefreiheit: Was wirklich zählt bei Innentüren und Wohnraumgestaltung

Barrierefreiheit, die Möglichkeit, einen Raum ohne Hindernisse zu betreten und zu nutzen, unabhängig von Alter, Körpergröße oder Mobilität. Auch bekannt als zugängliche Gestaltung, ist sie kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für selbstbestimmtes Wohnen – besonders in den eigenen vier Wänden. Viele denken, Barrierefreiheit bedeutet nur breitere Türen oder einen Rampenbau. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Es geht um die kleinen Details, die den Unterschied ausmachen: Wie viel Platz braucht ein Rollstuhl zum Wenden? Wie hoch darf eine Schwelle sein, damit ein Gehstock nicht hängen bleibt? Und warum ist eine Tür mit 85 Zentimetern Öffnung oft viel zu eng, wenn man sie mit einem Einkaufswagen oder einem Kinderwagen nutzt?

Barrierefreie Türen, Türen, die ohne Kraftaufwand geöffnet und geschlossen werden können und einen klaren Durchgang von mindestens 85 Zentimetern bieten. Diese Türen brauchen keine spezielle Technik – aber sie brauchen die richtige Planung. Ein Schwellenlos-Einstieg, ein Türöffnungswinkel von 90 Grad oder mehr, und ein Griff, der sich mit der flachen Hand bedienen lässt – das sind die echten Kriterien. Und nein, eine Tür mit einer Klinke aus Edelstahl ist nicht automatisch barrierefrei. Wenn sie zu steif ist oder zu hoch sitzt, bleibt sie für viele unbenutzbar. Viele Bauherren wissen nicht, dass DIN 18040-2 genau vorschreibt, wie viel Spielraum nötig ist, damit ein Rollstuhl oder eine Gehhilfe sicher durchpasst. Und wer glaubt, das sei nur für Senioren wichtig, irrt: Kinder, Menschen mit Gips, Eltern mit Kinderwagen – sie alle profitieren von einer gut geplanten Tür. Auch Zugangslösungen, die Art und Weise, wie man von einem Raum in den nächsten gelangt – mit oder ohne Stufen, Schwellen oder Türschwellen. Es geht nicht nur um die Tür selbst, sondern um den gesamten Weg dorthin. Eine sanfte Rampe, ein rutschfester Boden, eine gut beleuchtete Eingangsschwelle – das alles gehört dazu. Und oft ist es nicht die große Sanierung, die hilft, sondern eine andere Türbeschlagart, ein anderer Bodenbelag oder eine andere Öffnungsrichtung. Wer heute baut oder renoviert, sollte nicht nur an die eigene Gegenwart denken, sondern an die Zukunft. Denn wer heute barrierefrei baut, baut für sich, für seine Eltern, für seine Kinder – und für die Zeit, in der der Körper nicht mehr so funktioniert wie früher.

Unter den Artikeln findest du konkrete Lösungen, die echte Probleme lösen: von der Tür, die sich mit einem leichten Druck öffnet, bis hin zu den Materialien, die keine Stolperfallen schaffen. Keine Theorie – nur das, was in der Praxis funktioniert. Und was du selbst umsetzen kannst, ohne ein ganzes Haus umbauen zu müssen.

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