Mindestbreite Türen: Was Sie wirklich brauchen – nicht was die Baupläne vorgeben

Die Mindestbreite Türen, die gesetzlich vorgeschriebene geringste Breite, die eine Tür in einem Gebäude haben muss, um Barrierefreiheit und Sicherheit zu gewährleisten. Auch bekannt als Zugangsbreite, ist sie kein willkürlicher Wert – sie ist ein Schlüssel zur Sicherheit, Mobilität und rechtssicheren Bauausführung. Ob Sie neu bauen, sanieren oder nur eine Tür austauschen: Wer die Mindestbreite ignoriert, riskiert nicht nur teure Nacharbeiten, sondern auch die Genehmigung des ganzen Projekts.

Die Bauordnung, das Regelwerk, das in jedem Bundesland unterschiedlich ausgelegt wird und die Mindestanforderungen für Türen, Treppen und Flure festlegt schreibt für Wohnräume oft 80 Zentimeter vor – aber das ist nur der Anfang. In öffentlichen Bereichen, in barrierefreien Wohnungen oder bei Brandschutztüren muss die Breite deutlich größer sein. Für Rollstuhlfahrer sind 90 Zentimeter die absolute Untergrenze, 100 Zentimeter sind ideal. Und bei Brandschutztüren, speziell geprüfte Türen, die bei einem Brand für mindestens 30 oder 60 Minuten Feuer und Rauch stoppen, gelten zusätzliche Anforderungen: Die Breite muss nicht nur groß genug sein, sondern auch die Beschläge, das Schließsystem und die Dichtungen müssen genau passen. Ein 80-Zentimeter-Modell, das nur als Brandschutztür verkauft wird, ist kein Brandschutz – es ist ein Sicherheitsrisiko.

Die Raumplanung, die strategische Anordnung von Türen, Fluren und Räumen, um Bewegungsfreiheit und Funktionalität zu gewährleisten spielt dabei eine unterschätzte Rolle. Eine Tür, die in einen engen Flur öffnet, kann selbst bei 90 Zentimetern Breite unbrauchbar werden. Oder eine Tür, die direkt vor einer Treppe steht – das verletzt nicht nur die Mindestbreite, sondern auch die Grundregel der sicheren Flucht. Viele Bauherren denken, sie sparen Platz, wenn sie schmalere Türen einbauen. Am Ende zahlen sie doppelt: mit eingeschränkter Mobilität, mit teuren Nachbesserungen oder mit einer nicht genehmigten Baustelle.

Es geht nicht um Luxus. Es geht um Sicherheit, um Rechtssicherheit, um echte Lebensqualität. Ob Sie eine Wohnung für einen älteren Angehörigen umbauen, ein barrierefreies Bad planen oder einfach nur eine Tür ersetzen – die richtige Breite ist kein Detail. Sie ist die Grundlage. Und wer sie falsch berechnet, baut nicht nur eine Tür – er baut ein Problem.

Unten finden Sie konkrete Beispiele aus der Praxis: Wie Sie Brandschutzvorgaben richtig umsetzen, warum 80 Zentimeter oft nicht reichen, und wie Sie Raumplanung so gestalten, dass Türen nicht nur passen – sondern funktionieren.

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20 November 2025